Basteln versus Kreativität

 
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Seit vier Monaten besuche ich nun einen Kurs. Trotz Lockdown, der uns alle seit Dezember begleitet, finden Weiterbildungskurse statt. Erfreulicherweise zählt auch mein Kreativkurs dazu. Wenn Reinhard mich aufziehen will, verabschiedet er mich mit den Worten: “Viel Spaß beim Basteln.”

Ja, dem Begriff " basteln” haftet etwas an, das ich in erster Linie mit ziemlich kleinen Kindern verbinde. Zu Hause, in der Kindergruppe, im Hort.

Ich fahre also los, mit wechselnden Gefühlen. Die Bandbreite ist groß und geht von “eh nur basteln” bis “Werde ich den Ansprüchen gerecht?” Die Leichtigkeit mit der wir im Kurs an Neues herangeführt werden, erfreut mein Herz und meine Hände gleichermaßen.

Etwas entstehen lassen von dem ich am Freitag, wenn der Kurs beginnt, noch kein Bild, noch keine Vorstellung habe. Mich einzulassen auf eine neue Technik, von der ich bis zu diesem Zeitpunkt noch wenig erfahren habe. Falls doch, habe ich sie mit Kindern in Verbindung gesehen.

PAPPMASCHEE zum Beispiel.

Diesem Modul bin ich mit besonders großer Skepsis begegnet. Fast schon eine Abwehrhaltung. Doch dann kam eine Idee und seither begleitet mich “Mein alter Schuh” auf Schritt und Tritt. Von der ersten Skizze bis zum fertigen Objekt dauert es.

Inspiration, Idee, starten, bearbeiten, trocknen lassen, wieder eine Schicht auftragen, dran bleiben, überlegen, ob “das” schon fertig ist oder noch weiter an der Form gefeilt werden möchte.

Zwischendurch verlässt mich dann auch wieder die Motivation. Mein Werk schaut ja nicht so aus, wie ich es gerne hätte. Auch lasse ich mich ablenken (da fällt mir immer was ein).

Doch zum “Dranbleiben” eignet sich diese Zeit besonders. So viele Stunden zu Hause verbringen ist herausfordernd. Da bin ich sehr froh und dankbar, dass sich meine diversen künstlerischen Projekte zwar langsam aber stetig vorwärts entwickeln.

Claudia VicoliKommentieren